Die ersten Ausflüge…

Jetzt bin ich schon über 3 Wochen hier und wir haben inzwischen 2 Wochenenden mit Ausflügen verbracht. Der erste führte uns nach Atlanta, das ca. 2 Stunden von Greenville entfernt liegt. Ein besonderes Ziel in Atlanta hatten wir eigentlich nicht, es war eigentlich nur das Partyviertel „Buckhead“ angepeilt worden. Das wir uns natürlich auch was von der Stadt angesehen haben ist ja klar. So sind wir dann am Samstag nach Downtown gefahren, wo uns unser Weg ins CNN Gebäude geführt hat. Im Wesentlichen sieht das aus wie eine Einkaufspassage mit vielen Shops und Fast-Food-Buden. Auf großen Videowänden wird das Live-Programm von CNN ausgestrahlt. Die dortige Studiotour haben wir aus finanziellen Gründen ausgelassen, da die doch tatsächlich 7,- $ dafür wollten, dass wir uns das Studio und die Büros anschauen dürfen.
Auf dem weiteren Weg durch die Stadt sind wir dann nach „Underground Atlanta“ gekommen, eine Einkaufsstrasse der Größe von drei Häuserblocks, aber alles unterirdisch angelegt. Eigentlich ganz nett, aber eben eine typische Touristenattraktion. Daher waren dort auch nur entsprechende Läden zu finden und das Kaufinteresse beschränkte sich auf Postkarten und Briefmarken.
Gleich im Anschluss steht der Würfel von „The World of Coca-Cola“, eine Ausstellung die das Firmenimage heben soll. Da wir aber schon zu spät dran waren, hat sich die Frage ob wir reingehen sollen nicht mehr gestellt, da hier pünktlich geschlossen wird. Also sind wir in das Skyrestaurant eines der Wolkenkratzer gegangen, wo wir einen Mindestverzehr von 5,-$  irgendwie verbrauchen mussten, um nicht das doppelte an Eintritt zu bezahlen. Durch 2 Cola habe ich das auch verbraucht, wie ich vermutet hatte (1 Cola = 2,50$). Zu meiner Überraschung war die 2. Cola kostenlos (Free Refill) und daher habe ich nur 2,50$ verbraucht. Zum Glück haben die das am Ausgang nicht gemerkt und ich hatte einen billigen Abend.
Der Abend war dann das, was wir uns unter Party in einer amerikanischen Großstadt vorgestellt haben. Ein ganzes Stadtviertel ist hier Partyzone und man kommt sogar ohne großen Ausgaben aus, da der Eintritt in viele Clubs kostenlos ist und die Getränke teilweise nur 1,-$ kosten. Entsprechend früh am Morgen sind wir dann Richtung Hotel gefahren, aber nicht ohne einen Stopp in einem 50er Jahre Burger-Laden, indem wir nachts um 3 Uhr dann noch fette Burger und Pommes verdrückt haben. Gegen 4 Uhr sind wir dann auch im Hotel gewesen und haben 4 Stunden geschlafen, bevor wir dann Christoph auf den Flughafen brachten, der an diesem Tag nach Hause geflogen ist. Die Rückfahrt wurde dann doch noch von einem Stopp bei Coca Cola unterbrochen, indem wir uns die Ausstellung angeschaut haben und feststellen musste, dass das zwar ganz nett ist, aber keine 6,-$ Eintritt rechtfertigt. Immerhin habe ich hier endlich mal wieder MezzoMix trinken können, da hier alle Sorten der Firma weltweit zum Probieren bereit standen.
Am nächsten Wochenende sind wir dann nach Charlston gefahren, das etwa 3,5 Stunden südlich von Greenville liegt. Die Lage am Meer und unterhalb des 33. Breitengrades sorgen hier für die richtige Urlaubsstimmung, immerhin waren die Temperaturen absolut tropisch. Wolkenloser Himmel und die Luftfeuchtigkeit taten ihr übriges dazu.
Dort angekommen waren wir am „Patriots Point“, einem Museum der Marine. Dort hat man die Möglichkeit einen Flugzeugträger, die USS Yorktown , ein U-Boot, einen Zerstörer und ein Schiff der Küstenwache zu besichtigen, was wir natürlich auch getan haben, trotz der 12,50$ Eintritt. Aber die haben sich ausnahmsweise gelohnt, denn die Besichtigungstour war zwar aufgrund der Temperaturen recht anstrengend, aber genauso interessant. Die vielen Bilder zeigen, wie es dort ausgesehen hat.
Auf so einem Ding ein halbes Jahr in Kriegsgewässern umherzufahren war bestimmt kein Vergnügen, da es nur wenigen erlaubt war auf das Flugdeck zu kommen. Der große Teil der Besatzung hat selten frische Luft bekommen und musst die meiste Zeit unter Deck verbringen. Neben den interessanten Schiffen gabs auch noch die Flugzeuge zu besichtigen, die hier transportiert wurden. Angefangen von Fliegern des 2. WK bis hin zur fast aktuellen F-14 Tomcat ist hier alles dabei. Wen es interessiert möge sich die Bilder anschauen oder weitersurfen zu www.state.sc.us/patpt/
Weiter gings dann zum Fort Sumter, an dem die ersten Schüsse des Bürgerkrieges des 19. Jahrhunderts gefallen sind. Da es dort nicht viel zu sehen gab, haben wir die obligatorischen Fotos gemacht und sind weitergefahren, denn nach der Besichtigung brauchten wir erst mal eine Abkühlung. Daher ging es an einen Strand, an dem wir ganz alleine waren. Die Brandung war aber so toll, dass sich das Badevergnügen von alleine einstellte, auch ohne Strand-Girls. Das Abendprogramm fiel dann eher einfach aus, indem wir in einer Kneipe in Downtown der Abend haben ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen ging es dann zu „Boone Hall“, dem Drehort von „Fackeln in Sturm“ und „Vom Winde verweht“. Da der Eintritt hier aber auch 12,50$ gekostet hätte, kam uns die Tatsache gerade gelegen, dass die Besichtigung am Sonntag erst später stattfinden kann. So sind wir also wieder zurück in die Stadt gefahren, wo wir uns auch ein bisschen umgesehen haben, wieder bei entsprechenden Temperaturen. Kaum hat man sich 3 Meter bewegt war man von oben bis unten nass geschwitzt.
Darum sind wir auch schnell zum Folly Beach gefahren, einem Strand wie er auch in „Baywatch“ vorkommen könnte, nur fehlen hier die Darsteller. Denn wieder waren wir ganz alleine und konnte uns so nach bester Laune daneben benehmen (was wir natürlich nicht taten – ich zumindest nicht…Marc schon). Jaja, Marc, ist nur ein Scherz, musst nicht gleich wieder bei mir anrufen wenn du das hier liest…
Jetzt hat gerade der Jörg aus dem Townhouse angerufen und da habe ich doch festgestellt, dass unsere Telefonleitung nicht mehr brummt….Die haben das jetzt tatsächlich repariert! Das gibts ja gar nicht. Ich habe das gleich ausprobiert und komme tatsächlich von daheim ins Internet…Juhuu.
Naja also zurück zum Beach. Dort waren wir also ziemlich alleine und haben es uns dann so ca. 2 Stunden gemütlich gemacht. Irgendwann kamen wir dann in Aufbruchstimmung sind dann dann Richtung Heimat gefahren, natürlich nicht ohne einen Zwischenstopp bei Hardee’s, einer Burger-Bude die zwar nicht besonders toll ist, aber auf dem Weg lag.
Die beiden Ausflüge waren beide ganz nett und interessant. Die nächsten beiden Wochenenden werden wir aber daheim bleiben und eine eigene Party im Haus veranstalten. Die Mitarbeiten beim Prettl fragen schon regelmäßig danach…..