4 Tage – 7 Staaten

Thanksgiving ist in USA wie bei uns das Erntedankfest, nur ist es hier ein Feiertag. Umso besser, dass er dieses Jahr an einem Donnerstag war und der Freitag dann für uns frei war. Welche Zeit könnte dann besser für einen Kurztrip durch die Staaten sein als dieses 4-Tage-Wochenende.
So beschlossen dann Marc und ich der Einladung von Jim Martin, einem guten Kunden von aero-naut, zu folgen und am Thanksgiving Tag nach Nashville in Tennessee zu fahren. Nashville liegt etwa 6 Stunden mit dem Auto von Greenville entfernt. Was wir zu der Zeit noch nicht wussten, war dass das Thanksgiving Dinner eigentlich kein Dinner sonder ein Lunch ist und somit nicht abends sondern nachmittags stattfindet. Also war recht frühes aufstehen verlangt um gegen 13.00 Uhr in Nashville zu sein. So fuhren wir dann hier gegen 5.00 Uhr in der Früh los. Der Weg führte uns Richtung Norden durch die Berge (Great Smoky Mountains) und dann weiter nach Westen auf dem Pfad der früheren Siedler, die Richtung Landesinnere gezogen sind. Vorbei an Knoxville mit der Sonnenkugel (von der Weltausstellung in den 80-er Jahren) und an vielen endlosen Farmen suchten wir uns dann schließlich ein Ziel zum Frühstücken aus. Die Wahl fiel auf Dairy Queen, ein Kaffee- und Donutschuppen der an einer Highwayausfahrt lag. Leider hatte dieser aufgrund des Feiertages geschlossen. Das sollte uns noch bei 2 weiteren Versuchen nochmals passieren. Ein Exit haben wir dann noch probiert und dort fanden wir auch viele Lokalitäten, leider alle geschlossen. Bis auf eines: Burger King. Dann sind wir eben dort hineingegangen und haben uns einen Kaffee aus dem Automaten gelassen.
So prima gestärkt ging es dann weiter. Da kurz vor Nashville die Zeitzone wechselt waren wir schon gegen 11.00 Uhr am Ziel und sind dann (um die Zeit zu vertreiben und Bilder zu machen) nach Downtown gefahren, wo uns eine ausgestorbene Stadt erwart hatte. Kein Mensch auf der Strasse, keine Autos unterwegs. Die Szene glich wie in den Spielberg-Film „Langoliers“. Also haben wir unser Auto irgendwo in einer Seitenstrasse geparkt und wollten zu Fuß die Stadt erkunden. Als wir uns vom Auto entfernt hatten kamen 3 dunkle Gestalten aus einem Hinterhof heraus und haben uns interessiert nachgeschaut. Dabei war mir nicht so ganz wohl, da Marc seinen Laptop auf dem Rücksitz liegen ließ. Also sind wir doch lieber wieder umgedreht und haben unser Auto wieder in Besitz genommen. Wir sind dann durch die Strasse gefahren und konnten mitten auf der Hauptstrasse anhalten um einige Fotos zu machen. So war das dann gar nicht schlecht, dass in der Stadt nichts los war. Nachdem wir genug Gebäude gesehen hatten sind wir Richtung Brentwood aufgebrochen wo ein saftiger Truthahn auf uns wartet.
Dort angekommen sind wir dann nicht zum Haus gefahren (wir waren immer noch recht früh dran) sondern haben erst unser Glück auf der Suche nach Hobby Lobby, dem Betrieb von Jim Martin, gesucht. Die Strasse haben wir dann auch gefunden. Auf der Wegbeschreibung stand etwas von „Hampton Inn is next to Hobby Lobby“. Also sind wir am Hampton Inn abgebogen und die Strasse einige Minuten hinuntergefahren. Nichts zu sehen. Umgedreht. Strasse hinauf gefahren. Nichts zu sehen. Die Adresse war etwas mit Hausnummer 5000, wir waren bei 400. Wir sind die Strasse einige Zeit weitergefahren, aber bis 5000 sind wir nicht gekommen. Die Sache war langsam unverständlich, da wir schon lange nicht mehr neben Hampton Inn waren. Dann sind wir nochmals umgekehrt. Direkt am Hampton Inn ging dann eine winzige kleine Strasse ab, die tatsächlich den richtigen Namen trug. Die sind wir dann hineingefahren und standen plötzlich vor Hobby-Lobby und waren recht enttäuscht. Sieht im Katalog ganz anders aus. Aber egal, Truthahn wartet. Also los zum Haus. Gleich gefunden, nach 2 mal verfahren. Dann wieder enttäuscht. Klein und nicht protzig. Wenigsten Pick-Up vor der Türe (später stellte sich heraus, dass das nicht seiner war).
Wir klingelten. Es öffnete JoAnne die Türe und war sichtlich überrascht dass wir vor ihr standen. Sie hatte nicht geglaubt, dass wir das tatsächlich schaffen würden und rechtzeitig hier wären. Warum weiß ich eigentlich auch nicht, ist doch sehr einfach zu finden da die Highways hier einfach geradeaus gehen. Der Small-Talk begann und wir kamen auch mit den anderen Familienmitgliedern ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass Jim’s Sohn mit seiner Familie früher auch in Greenville gelebt hat und dass dieser nun eine mittelstarke Ablehnung gegen diese Stadt ausstrahlt. Der war mir gleich sympathisch.
Das Haus war dann von innen alles andere als das es von außen zu sein schien. Ziemlich nobel und mit viel Kunst eingerichtet. Das ist den beiden sehr wichtig und sie schauen auch immer nach neuen künstlerischen Meisterwerken um ihre Wohnung zu verschönern. Bilder vom Haus sind in der Galerie.

Das Essen war dann sehr lecker. Es gab Truthahn mit irgendwas und dazu irgendwas anderes auf das man eine rote Soße gegeben hat. Auf den Truthahn kam eine braune Soße. Dazu gab es irgendwelche Brötchen, die auch nicht schlecht waren. Zum Trinken gab es Dinkelacker Bier. Auch wenn ich nicht aufzählen kann, was genau es zum Essen gab war das doch ziemlich lecker und gut. Nach dem Essen sind wir dann in ein Hotelkomplex in Nashville gefahren, in dem nach Las Vegas Stil Weihnachten zelebriert wird. Millionen Lichter waren dort zu allem möglich aufgereiht und bildeten Figuren und Linien. Und das in mehreren Hallen das Hotels und auch außerhalb in der Parkanlage. Leider sind die Bilder nicht sehr gut geworden. Zurück in Brentwood wurden wir dann noch mit Truthahn-Sandwiches gemästet, aber das gehört zur Tradition wie wir erfahren haben. Jim bot uns an die Nacht in seinem Haus zu bleiben, da er genug Platz und Schlafzimmer zu Verfügung hatte. Das haben wir dann auch angenommen und so eine Übernachtung im Hotel gespart. Zum Frühstück ging’s dann ganz in Ami-Manier zum Restaurant wo man sich alles mögliche bestellen kann. Ich hatte ein Allstar-Breakfast, was auch immer das alles war. Aber ich musste auf jeden Fall „Grid“ probieren, das ein typisches Südstaaten Gericht sein soll. Also gut. Es kam. Sah aus wie weiße Pampe. Hat geschmeckt wie weiße Pampe. War im Prinzip weiße Pampe. Hauptzutaten: Fett und Luft. Ein Becher reicht normalerweise für ein ganzes Leben.
Nach diesem Dixieland Frühstück sind wir dann in den Betrieb gefahren, der sehr interessant war. Ich habe festgestellt, dass es auch in anderen Unternehmen recht „unordentlich“ zugeht, dafür aber trotzdem mit Überblick gearbeitet werden kann. Eigentlich läuft dort alles total richtig. Die Mitarbeiter machen alles und bringen auch die neuen Ideen ins Geschäft und Jim geht 2 mal die Woche hin und schaut nach dem rechten. Damit verdient er recht viel Geld und lässt es sich gut gehen. Bestellungen aus dem Internet werden automatisch ins System eingetragen und ausgedruckt, von Hand zusammengestellt und direkt verschickt. Abrechnung über Kreditkarte. Kein Problem.
Also wir dann eine Stunde später als erwartet endlich loskamen, war unser Weg zunächst ein kurzes Stück zurück Richtung Osten, dann Richtung Süden. Das Ziel war Lynchburg, die Heimat von Jack Daniel’s Whiskey. Die Tour war umsonst, daher haben wir diese natürlich mitgemacht. War auch nicht sehr viel los, wir mussten nur eine halbe Stunde warten bis wir dann endlich in die Tour mit durften. 
Die Tour war sehr interessant. Vermuten wir zumindest. Wir haben zwar alles gesehen, verstanden aber nichts. Das lag aber nicht daran, dass wir zu weit hinten gestanden wären (wir haben uns immer ganz nach vorne gedrückt). Auch nicht daran, dass wir nicht aufgepasst haben. Vielmehr lag es einfach daran, dass der Tourguide ein Eingeborener der Südstaaten war und dessen Akzent jede andere Sprache als Englisch vermuten lässt. Inzwischen habe ich schon ein recht gutes Gefühl was die englische Sprache angeht, auch im Umgang mit dem markanten Südstaaten-Englisch. Aber so etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe kaum ein Wort überhaupt akustisch verstanden und schon gar nicht irgendwie umsetzen können. Marc ging’s genauso und daher haben wir einfach die Tour genossen und sind durch die Anlagen gelaufen und ich habe gefilmt. Wir wissen jetzt zwar wo der Whiskey gemacht wird, aber leider nicht wie. Auch egal.
Die Fahrt ging nun weiter Richtung Memphis (Ützwurst:“Fahre Memphis!“,  Osterwelle: „Nein ich will nicht nach Memphis!“    –   Achtung Insider: Das kapiert natürlich nur, wer auch SWR3 hört, Stichwort Taxi Sharia.) Diesmal hatten wir keine Interstate zur Verfügung sondern einen normalen US Highway, der uns durch die wilde Landschaft Tennessees führte. Vorbei an Farmen, Pferdezuchtanlagen und Kirchen. Es gab tatsächlich Streckenabschnitte, auf denen man Meilenweit kein Haus gesehen hat wo jemand leben könnte. Aber plötzlich stand da eine Kirche am Straßenrand. Aber nicht nur eine, die kamen dann im Laufe der Strecke dutzendweise. Aber wer bitte geht da hin? In alle Richtung ist nichts außer Farmland…?  Auch egal, wir sind weitergefahren Richtung Westen, Ziel immer noch Memphis. Irgendwann wurde es dann auch recht schnell dunkel und Memphis war immer noch nicht in Sicht. Wir hatten so langsam dann auch Hunger, da wir den ganzen Tag nichts gegessen hatten. Also suchten wir uns einen Kneipe die da ab und zu mal am Straßenrand kamen aus.
Das war so ein richtiger Redneck-Schuppen und als wir aus dem Auto ausgestiegen sind kamen gleich ein paar Deer-Hunter auf uns zu. So richtig ländlich wie im Film, mit Tarnanzug und knallroter Mütze auf. Das war mal ein Anblick, Aber egal, wir hatten Hunger. Leider auch kein Geld. Denn wir hatten beide kein Bargeld mitgenommen da wir einfach was aus dem Automaten lassen wollten, wenn wir was brauchten. Leider gab es unsere Bank nicht in diesem Staat. Toll. Also haben wir den Bartender gefragt ob er auch Kreditkarte nehmen würde. War klar, dass der das nicht macht, der hatte wahrscheinlich noch nicht mal den Telefonanschluss um die Dinger abrechnen zu können. Dabei hat das so gut gerochen was der da gebrutzelt hatte und wir hatten dann natürlich noch mehr Hunger. Wir mussten dann weiter fahren und sind irgendwann in eine kleine Stadt gekommen wo wir ein Steak auch mit Kreditkarte bekommen konnte. Das haben wir dann auch gemacht
Frisch gestärkt und vollgefressen sind wir dann weiter Richtung Memphis, das dann auch nach 2 Stunden endlich kam. Hinein in die Großstadt, nach all der Wildnis. Erstes Ziel war ein Motel zu suchen, da wir nichts gebucht hatten. Ich wollte eigentlich eines in der Stadt drinnen nehmen, da wir auch Coupons dafür hatten. Aber als Marc am Straßenrand die Werbung eines Motels gesehen hatte, das Zimmer für nur $26.- anbot mussten wir natürlich dort hinfahren. Das Ding sah auch nach nicht mehr als $ 26,- aus und der Preis war natürlich auch nur ein Fangpreis. Gezahlt haben wir dann $33.-, geschlafen fast nicht (aus Angst die Decke kommt runter). Wir sind dann Abends noch nach Downtown gefahren, wo das Leben richtig pulsiert. Auf der Beale Street sind jede Menge Bars und Clubs, alle mit Live Musik und alle im Memphis Stil mit Blues und Rock n‘ Roll. War ein toller Anblick und los war auch so einiges. Wir sind aber nicht zu lange geblieben, da uns ja eine tolle Nacht im legendären „Memphis Inn“ bevorstand.
Als ich dann am Morgen noch die Toilette zum Überlaufen gebracht hatte und das Bad unter Wasser stand 🙂 haben wir dann schnell die Koffer gepackt und sind zurück nach Downtown gefahren. Dort war unser Weg natürlich zu Graceland, dem Anwesen von Elvis Presley. Wir haben sogar die Haustour gemacht, da wir 20% ermäßigten Eintritt bekommen haben (als Studenten). War dann gar nicht so teuer und wir sind mit $13,- davongekommen. War ziemlich interessant und auch schön aufgemacht. Wir hatten das Glück, dass um die Zeit in der wir dort waren (10.00 Uhr) noch wenige Touristen unterwegs waren und so war die Sache nicht ganz so überfüllt wie zu dem Zeitpunkt als wir wieder gegangen sind. Leider durfte ich meine Videokamera nicht mit hinein nehmen, konnte so also auch keine Fotos machen. Die Bilder von Graceland sind alle von Marc, der seinen Foto mit hinein nehmen durfte (es sind nur Video- und Audioaufnahmen nicht erlaubt). Man durfte sich im Haus und auf dem ganzen Anwesen frei bewegen, solange man in dem öffentlichen Bereich geblieben ist. Man musste also nicht in der Gruppe bleiben und sich dem Zwang des Durchschleusens ergeben. Nachmittags sind wir dann noch an den Mississippi gefahren um noch einige Bilder von dort zu machen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und sind über die Brücke gefahren hinüber nach Arkansas, dem nächsten Bundesstaat. Dann ging’s aber am Samstagnachmittag gegen 15.00 Uhr los in Richtung Birmingham, die Hauptstadt von Alabama.
Der Weg dorthin sollte ca. 3 Stunden dauern. Etwa nach der Hälfte haben wir dann festgestellt, dass dort absolut nichts interessantes auf uns wartet und wir haben uns dann entschlossen wieder zurück nach Norden zu fahren um einen Besuch in Huntsville bei der NASA zu machen. Jetzt waren wir wieder ganz nah an Jack Daniel’s. Der Weg nach Huntsville führte über einen Parkway (eine Naturroute abseits der Highways und Städte). Es waren also auch keine Ausfahrten beschildert und wir konnten keine Tankstelle lokalisieren, was sich aber angeboten hätte denn die Tanknadel zeigte bedrohlich gegen rot. So wurde der Sprit auch immer knapper, der Fahrstil immer langsamer und sparsamer und der Weg immer länger. Irgendwann war dann der Punkt gekommen, an dem man nicht mehr umkehren konnte weil der Rück zu lange für die restliche Tankfüllung gewesen wäre. Also ging es nur noch vorwärts. Als wir dann fast schon schieben mussten haben wir einfach irgendeine Abfahrt genommen und sind nach einigen Meilen auch tatsächlich in einem kleinen Kaff herausgekommen. Dort gab es eine Tankstelle. Die war geschlossen. Also weiter. Am Ende des Kaffs gab es nochmals eine Tankstelle (2 Stück für 17 Einwohner?). Die hatte aber offen. Dort haben wir getankt. Ich ging schon in die Tankstelle hinein um etwas Knabberei zu kaufen. Marc kam dann ganz aufgelöst zu mir: „Du ich hab getankt und dann kommt der eine und nimmt einfach den Tankhebel und füllt bei sich weiter und ich habe noch gar nicht bezahlt. Das geht ja alles auf meine Rechnung“. Dann kam auch schon die Tankwärterin.  Als Marc dann bezahlen wollte, fragte uns die Kassiererin ob sie uns helfen könnte. Auf meine Versuche hin ihr zu erklären, dass wir getankt haben wollte sie wissen wie viel wir getankt haben. Wir wussten nun beide nicht, was das hier für eine Aktion war. Marc konnte gar nicht glauben, dass sie es nicht irgendwo auf ihrem Display stehen hatte oder so. Also haben wir ehrlicherweise gesagt, dass wir genau $17.- getankt hatten und sind dann weitergefahren.
Die Ankunft in Huntsville war dann recht nett. Wir haben ein gutes Motel für nur $43,- gefunden, dass alles hatte was man so braucht. Gute Betten, sauberes Bad, Mikrowelle, Kühlschrank,….
Wir haben uns dann noch Donuts und Kakao gekauft und diese im Kühlschrank gelagert, damit wir für morgens ein Frühstück hatten. Hat auch alles Prima geklappt.
Der letzte Tag unserer Reise begann dann um halb 9 Uhr mit einem typisch amerikanischem Frühstück – eine Jahresration an Zucker. Nach dem Checkout ging’s dann direkt zum NASA Space & Rocket Center wo eine Sammlung von Raketen und sonstigen Raumfahrgeräten ausgestellt ist. Neben der Besichtigung originalen Saturn V Raketen und dem aktuellen Space Shuttle kann man auch die Geschichte der Raumfahrt und die Entwicklung durch deutsche Ingenieure nachvollziehen und einiges lernen. Da wir in dem Kombipaket mit Kinobesuch im IMax Studentenrabatt bekommen haben nutzten wir natürlich die Gelegenheit und sind auch noch in das Kino gegangen wo Sie eine Dokumentation über die Internationale Raumstation gezeigt hatten. Das schöne an diesem Museum war, dass man nicht nur anschauen sondern auch anfassen darf. So konnte man z.B. in eine Raumkapsel der Apollo-Serie einsteigen und einmal Pilot spielen. Die besten Attraktionen waren aber natürlich geschlossen: G-Force Accelerator, Freefall-Tower und Zentrifuge waren leider wegen zu kaltem Wetter außer Betrieb, zumindest wurde uns das gesagt. Komisch dass einige davon innerhalb der Gebäude waren. Na ja, schade eben aber kann man nichts machen.
Auf jeden Fall war dies ein würdevoller Abschluss für unsere Rundreise durch die Mitte des Kontinents mit seinen vielen unterschiedlichen Eindrücken und Menschen. Auf der Rückfahrt Richtung Heimat haben wir dann noch bei einem Baumwollfeld angehalten und etwas Baumwolle für unsere langen Unterhosen gesammelt (hier wird es so langsam richtig kalt, obwohl wir so weit im Süden sind). Baumwolle wächst tatsächlich an einem Strauch und hängt da halt so rum wie ein Maiskolben. Nur sind die Pflanzen kleiner und wachsen ziemlich tief auf dem Boden.
Die Rückreise führte uns dann über Birmingham (Hauptstadt von Alabama, die aber keinen Stopp wert wahr) und Atlanta (wo wir uns ins Zentrum gewagt und prompt 3 mal verfahren haben, zurück auf der Interstate dann festgestellt dass wir wieder falsch unterwegs waren) nach Greenville zurück wo wir um 23.00 Uhr ankamen, genau zu der Zeit in der ich das eingeplant hatte. Das war eigentlich das einzige mal, dass mein Plan für unseren Trip tatsächlich aufgegangen war. Juhu. Zuhause wurden dann sofort alle Bilder aufs Laptop überspielt, damit diese ja gesichert waren (habe sogar noch eine CD Sicherung davon gemacht). Sind aber noch alle da und auch online auf dieser Homepage. Wer nun die Bilder zu dieser langen Geschichte sehen will, der möge sich bitte in die Fotogalerie begeben.
Nun, lieber Leser, möchte ich mich noch für Deine geschätzte Aufmerksamkeit bedanken und meine Hochachtung aussprechen, dass Du Dir diesen langen Text bis zum Ende durchgelesen hast. Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.